Daniel Juwig

Hallo Daniel. Stell dich doch bitte kurz vor.

Meine Name ist Daniel Juwig. Geboren am 20.03.1980 in Neuss. Aufgewachsen bin ich in Grevenbroich. Meine Eltern sind innerhalb der Stadt Grevenbroich des Öfteren umgezogen. So wohnten wir in Langwaden, Stadtmitte, Elsen und Wevelinghoven. Während meiner Jugend und vor allem während des Studiums wohnte ich viele Jahre in Jüchen und Köln. Aktuell wohne ich wieder in Wevelinghoven.

Als Jugendlicher begann ich klassisch mit einigen Freunden zusammen in einer Band zu musizieren (Nénuphar). Für damalige Verhältnisse (ohne Facebook, etc.) haben wir schon ziemlich viele Konzerte auf die Beine gestellt. Vor allem das Café Kultus unter der Leitung von Stefan Wehlings eröffnete uns damals und heute noch genau so eine Bühne für unsere Musik.

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Daniel Juwig ist der Musik Mentor aus Wevelinghoven.

Nach dem Zivildienst im Albert Schweitzer Haus am Ständehaus war ich schon in mehreren Musik- und Bandprojekten aktiv (Bootsmann, AINAC, Noesis) und übernahm auch die Managementarbeiten (Konzerte organisieren und durchführen, Werbedesign (Plakate & Flyer), Webseitendesign, etc.. Die Bands spielten immer Eigenkompositionen. So gewann ich ich viel Erfahrung im Songwriting, das von meinem Gitarrenunterricht sinnvoll ergänzt wurde. Im Wintersemester 2003/04 begann ich den Magisterstudiengang Musikwissenschaft an der Universität zu Köln mit den Nebenfächern Philosophie und Geographie. 2010 schloss ich das Studium erfolgreich mit dem Magister Artium (M.A.) ab.

Im Juni 2010 gründete ich mein Unternehmen „Musik Mentor Daniel Juwig“. Mein Angebot umfasst ein weites Spektrum. Es fängt bei den ganz Kleinen an (U3-Kurse mit Eltern) geht über die musikalische Früherziehung, Musik- und Band-AGs an allen Schulformen, Musikangebote für Menschen mit Handicap und Senioren bis hin zum Einzel- und Gruppen- Instrumentalunterricht (Gitarre, E-Bass, Ukulele) für Menschen jeder Alters- und Niveaustufe.

Seit zwei Jahren habe ich Verstärkung und kann so auch Klavier- und Flötenunterricht anbieten. Ergänzt wird mein Angebot mit Eltern-Kind-Trommelworkshops, die von den Familienbildungswerken (edith stein, ASG, Katholisches Forum, AWO, etc.) an Samstagvormittagen gebucht werden. Für das nordrhein-westfälische Landesprogramm „Kultur und Schule“ bin ich seit 2013 tätig und habe schon zahlreiche Schülerbands im gesamten Rhein-Kreis Neuss und darüber hinaus vom ersten Ton an begleitet und einige Auftritte absolviert. Des Weiteren bin ich seit 2025 im „Künstler in die Kita (KuKita)“-Programm aktiv.

Für mehr Infos zu meinem Angebot und meinem Schaffen steht meine Homepage mit zahlreichen Infos zur Verfügung: www.musik-mentor.de. Aktuell spiele ich die E-Gitarre in der Band JEDA (www.jeda-band.de), die sich aus Mitgliedern aus Grevenbroich und Krefeld zusammensetzt.

Wenn Du morgens die Tür zu deinem Geschäft aufschließt: Worauf freust Du dich am meisten?

Kurz gesagt das Musizieren mit meinen Schülerinnen und Schülern. Als ich das erste Mal eine Gitarre in den Händen hielt und dieser hörbare Töne entlocken konnte war es „Liebe auf den ersten Ton“! Mir war direkt klar, dass ich mit Musik mein Geld verdienen möchte. Und so ist es auch gekommen und ich freue mich jeden Tag darauf!

Jeder Unternehmer kennt diese Tage, an denen alles schiefgeht. Was ist dein persönliches Geheimrezept, um nach einem Rückschlag wieder motiviert weiterzumachen?

In den 16 Jahren in denen ich schon selbstständig arbeite habe ich die Erfahrung gemacht, dass man nur vertrauen und auch mal was riskieren muss. Frei nach dem Motto: „Kümmere Dich gut um die Musik, dann kümmert sie sich auch gut um dich!“ Das Musizieren mit den Kids ist dann noch ein zusätzlicher Bonus um die Stimmung wieder zu heben. Vor allem die Kindergruppen in den Kitas können die Stimmung am frühen Morgen schon sehr positiv beeinflussen!

Was war das schönste Kompliment, das Du jemals von einem Kunden für deine Arbeit bekommen hast?

Ich bekomme den genauen Wortlaut jetzt nicht mehr zusammen. Aber mir wurde schon sehr oft gesagt, dass ich mit meiner Begeisterung für die Musik andere anstecken würde. Und das ist genau das was ich beabsichtige. Das ist toll wenn einem das auch bestätigt wird.

Gibt es einen Kundenwunsch, der so ausgefallen oder kurios war, dass Du erst einmal schlucken musstest – ihn dann aber doch erfüllt hast?

Ein Schüler wollte mal einen Marsch auf E-Gitarre umsetzen. Er spielt Flöte in einem Tambourcorps und hat einen Lieblingsmarsch. Märsche sind jetzt nicht die erste Wahl um sie auf E-Gitarre zu spielen aber was soll ich sagen es hört sich sehr gut an. Das hat mir mal wieder gezeigt wie flexibel und mannigfaltig einsetzbar Musik ist.

Wenn Du die Geschäftswelt in Grevenbroich mit einem Wort beschreiben müsstest, welches wäre das?

(Überraschend) Abwechslungsreich

Angenommen, Du hättest einen Wunsch frei, um den Einzelhandel oder die Gastronomie in unserer Stadt noch attraktiver zu machen: Was würdest Du sofort verändern?

Ich bin kein Wirtschaftsexperte aber was ich aus verschiedenen Richtung von Einzelhändlern oder Wirten gehört habe, dass die Mieten in der Innenstadt zu hoch sind. Vor allem die Mieten im Montanushof. Es müsste doch einen Weg geben die Mieten mit Zuschüssen etwas verträglicher zu machen, so dass sich auch kleine Geschäfte besser halten können. Aber wie gesagt, ich bin kein Wirtschaftsexperte. Ich wäre sehr für eine Reaktivierung der Freizeitetage im Montanushof. Die Kombination aus Gastronomie und Freizeitangebot war grandios. Sehr schade, dass vor allem der Dorfplatz und dasBowlingcenter geschlossen wurden.

Zusammenhalt vor Ort ist wichtig: Gibt es ein anderes lokales Geschäft in Grevenbroich, mit dem Du gerne mal für einen Tag den Arbeitsplatz tauschen würdest? Wenn ja, welches und warum?

Das ist eine gute Frage. Eigentlich käme nur ein „Geschäft“ in Frage dessen Arbeitsplatz mich interessiert. Das „Café Kultus“. Aber nicht weil ich die Arbeit nicht kenne (ich habe einige Jahre mit dem Kultus eng zusammen gearbeitet). Sondern weil ich die tolle Arbeit des Café Kultus mit meinen Fähigkeiten aktiv unterstützen möchte. Vor allem Konzerte für junge Musiker organisieren und durchführen. Einzelhandel und Gastronomie sind nicht so mein Bereich. Ich habe schon einige Erfahrungen in diesen Bereichen gesammelt und schnell rausgefunden das diese Arbeit nichts für mich ist. Musik ist mein Leben!

Wenn Du nicht in deinem jetzigen Beruf gelandet wärst, was würdest Du heute stattdessen machen?

Seit ich den ersten Ton auf einem Instrument gespielt habe war mir klar, dass ich meinen Lebensunterhalt mit Musik verdienen werde und habe seitdem darauf hin gearbeitet. Da gibt es keinen wirklichen Plan B! Wäre ich jetzt nicht im Lehrberuf gelandet würde ich was anderes mit Musik machen. Ich habe mir das von Anfang an offen gehalten. Meine ersterVersuch mit Musik Geld zu verdienen war über den Weg mit einer Band Platten auf zu nehmen und Konzerte zu spielen. Leider ist das schwieriger als gedacht. 

Vor allem wenn man eher Nischenmusik bedient. So habe ich mir durch mein Studium ein mannigfaltiges Wissen rund um Musik aufgebaut. So könnte ich mir vorstellen auch in der Musikproduktion tätig zu sein, Jingles zu komponieren oder irgendwas anderes mit Musik zu machen. Das ist das Tolle an Musik: Es hat so viele Facetten. Das merke ich auch in meinem Lehrberuf. Kein Schüler ist wie der andere aber die Musik findet immer einen Weg ins Herz! Und deshalbliebe ich auch den Beruf das Musiklehrers: Man darf nicht nur den ganzen Tag Musik machen sondern man kann auch andere damit begeistern!

Feierabend in Grevenbroich: Wo oder wie kannst Du nach einem anstrengenden Tag im Geschäft am besten abschalten?

Am aller besten schalte ich in meinem zu Hause ab. Im Frühling und Sommer schön auf der Terrasse sitzen und die Ruhe genießen. Wenn man den ganzen Tag von Schülern umgeben ist und viel redet und Musik macht sehnt man sich richtig nach etwas Ruhe! Hin und Wieder zieht es mich dann auf den Feierabendmarkt. Das ist eine tolle Veranstaltung des Stadtmarketings. Hier kann man viele Bekannte treffen, die man schon länger nicht gesehen hat. Bei schönem Wetter ein Getränk und gutes Essen bei guter Musik zu genießen ist super!

Vielen Dank für das ausführliche Interview!